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Mrz.′ 20 04

Wind aus 10 Grad mit bis zu 16 Knoten. Kurs 94 Grad – bedeutet bei uns ziemlich hoch ran. Die Welle kommt mit 1,5m auch noch schräg von vorne. Es wird eine nasse Überfahrt. Aber die Røde Orm macht es gut und schiebt sich durch eine Welle nach der andern. 45sm bis zu Südspitze von Fuerte. Der Wind hört dort augenblicklich auf. Die Welle auch. Motorzeit – verrückt. Die Erste steht von ihrem Seesicklager auf und schnippelt Salat. Von jetzt auf gleich hört mit dem Geschaukel auch der Schwindel auf.

Wir beschließen bis nach Gran Tarajal durch zu motoren – morgen Vormittag nimmt der Wind wieder zu (von vorne) – da wird es auch nicht besser – eher schwieriger.

Um 19.30h verschwindet die Sonne hinter dem Horizont und wir tuckern durch die Nacht weiter nach Norden. Kurz nach Mitternacht laufen wir ein. SY Maia und SY Dude haben für uns alles geregelt. Wir haben einen schönen Platz am Steg mit der Nase im Wind.

Absackerbier und Mitternacht.

Mrz.′ 20 03

Der Wind für morgen – und für den Inselwechsel ist immer noch perfekt.

Wir versuchen in den Häfen Moro Jable und Gran Tarajal zu reservieren.

Ist nicht so einfach. Keiner geht ans Telefon… Genervt geht ne Email raus – na ob das klappt.

Den Tag verbringen wir im Einkaufszentrum im Norden des Hafens von Las Palmas de Gran Canaria – mit schöner Aussicht auf den Hafen von der Hamburguesabude auf dem Dach.

Der Kptn. findet ne Hose und n Hemd – die jetzige ist sonnenzerfressen und wird nur noch von des Kptns. Liebe zu ihr zusammengehalten – und alles meckert an seiner Lieblingshose rum…“Man sieht schon dein blasses Bein“ usw.

Mit unseren Handys gehen wir ein bisschen zu dicht an einem indischen Handystand vorbei. Der Inder begutachtet unsere Schutzscheiben und unsere Handyhüllen. Die gehen ja gar nicht. Tatsächlich ist wohl das Beste ab – das hat der Kptn. auch schon gemerkt. Uns wird ein Angebot unterbreitet, das wir nicht ablehnen können – außerdem hätten wir ja auch gerne unsere Handys wieder, die der Inder allesamt schon in den Händen hält. Der Kptn. hat Schweißperlen auf der Stirn. Am Ende des Verkaufsgespräches sind aber alle Telefone mit einer perfekt sitzenden Schutzscheibe und einer coolen Hülle ausgestatten. Alles in 1a-Qualiät – versteht sich.

In der Hafenbar gibt’s es nettes Abschiedsbier mit der SY Enterprise – B.

Schon wieder trennen sich unsere Wege.

Die Elektrizität verschwindet in der Kiste und das Wasser wird aufgefüllt. Morgen geht weiter.

Ab und legen.

Mrz.′ 20 02

Die Backkisten sind schon wieder leer – verwunderlich. Außerdem wollen wir ja irgendwann auf einen Dreitagestörn Richtung Madeira starten. Ein bisschen Reserven wären also ganz gut. Vielleicht werden wir auch mal unter Quarantäne gestellt – wir kaufen also noch mehr. Zwei große Einkaufswagen füllen wir im Hyperdino von Las Palmas.

Das ganze Zeug schleppen wir nu aber echt nicht zum Hafen zurück. Es gibt einen Lieferservice – ab 60€ kostenlos. Yeah.

2-3 Stunden haben wir noch Zeit um wieder an Bord zu kommen – dann kommt die Lieferung. Das schaffen wir. Jule versucht noch im Gran Hotel ein paar Briefmarken zu ergattern wird aber abgewiesen – das Zimmer, welches dazu im Kombipack angeboten wurde, war einfach… egal.

Bis vor den Bug werden die Tüten und Wasserkanister gebracht. Es ist super. Alles wird in den Kisten verstaut – nun hat die liebe Seele ruh.

Karin und Karl schlagen für das Abendprogramm einen Filmabend vor.

Wir entscheiden uns für einen französischen „Handyaufdeckfilm“. Ein Gruppe von Freunden trifft sich und alle legen ihre Handys an den Abend offen auf den Tisch. Alle Mitteilungen werden laut vorgelesen und alle Gespräche werden auf „laut“ angenommen. Es endet mit ein paar partnerschaftlichen Problemchen…

Der Kptn. hält den ganzen Abend verkrampft sein Handy fest – es steht sicherheitshalber auf Flugmodus und die Pin hat der auch geändert. Karl hat seines vorsorglich heute morgen beim an Land gehen ins Hafenwasser getaucht – incl. Karl.

Handys und aus.

Mrz.′ 20 01

Ein bisschen Sightseeing muss sein. Karl und Karin von der SY Maia too kennen sich in Las Palmas gut aus und führen uns in die Altstadt – zur Kathedrale.

Die Stadt wird tatsächlich mit jedem Meter den wir uns nach Süden begeben immer hübscher und attraktiver. Alte Häuser, gepflegte Parkanlagen und natürlich die Kathedrale und der Kolumbus – der hatte auch wieder ne Hütte hier – wie üblich – in jedem Hafen…

Wieder mal sind wir zu früh unterwegs für die spanische Restauration, aber eine Bar mit etwas Tapas angeboten finden wir doch in der Nähe der Kathedrale.

Karl ist noch in der Lage, den weiten Weg zurück zu laufen – die Restcrew nimmt ein Taxi.

Over und Koje.

Feb.′ 20 29

Morgens verholen wir vor dem Frühstück an Steg K und fahren an der SY Enterprise-B vorbei, Anke und Horst, die haben wir das letzte Mal in Portimao an der Algarve getroffen, als wir gemeinsam nach Marokko aufgebrochen sind. Die beiden haben allerdings in Rabbat Station gemacht. Wir sind ganz gespannt, was sie zu berichten haben.

Doch vorher bekommen wir lieben Besuch aus Kiel, Doris und ihre Mutter machen gerade Urlaub im Süden der Insel und sind mit dem Auto hoch gekommen. Wir trinken Käffchen und schnacken und freuen uns. Der Käptn zückt irgendwann seine Werkzeugkiste und beginnt auf dem Vorschiff die Lichter zu reparieren, die verbotener Weise ihren Geist aufgegeben haben. Die Kupferkabel zur bB-Lampe besteht nur noch aus schwarzem Staub – da will sich kein Elektron mehr durchwühlen – versteht der Kptn. total. Zum Glück findet er in der Ersatzteilbackskiste noch ein Stück verzinntes Kabel, welches ihm Matthias (Busse Yachtshop) in weiser Voraussicht ans Herz gelegt hat. Da vorne am Bug wird jetzt Ruhe sein – kein Kupferstaub mehr.

Wir Damen verkrümeln uns ans andere Stadtende und schauen uns den langen Sandstrand dort an. Da steht ordentlich Welle und viele Wellenreiter sind angereist. Anschließend bummelt die Crew noch durch das riesige Einkaufszentrum. Am Abend ist Karneval in der Stadt. Als wir versuchen, den Bus zurück zum Hafen zu erwischen, versinken wir bald zwischen den vielen bunt verkleideten Spaniern. Wir beschließen, uns in die Warteschlange für ein Taxi zu reihen. Damit kommen wir dann auch wohlbehalten und unangehustet (irgendwie färbt die Hysterie aus Deutschland ja doch ab) wieder im Hafen an. Abends sacken wir mit der SY Enterprise und der SY Maia too in der Sailors Bar ab.

Las und Palmas

Feb.′ 20 28

Heute ist nichts mit Ausschlafen. Heute wird abgelegt sagt Windy. Der Käptn quält sich aus dem Bett. Schaffen wir es heute mal, vor der SY Maia too abzulegen? Jaa tatsächlich, legen wir gleichzeitig ab. Es wird ein schöner Segeltag. Wie von Kiel nach Marstal, nur 20 sm mehr… und begleitet von ein paar Delfinen. Blauer Himmel, Sonnenschein. An der Nordspitze Gran Canarias sieht man schon die Kräne, Tanker ankern vor dem Hafen von Las Palmas.

Ein ziemlich großer Hafen und eine ziemlich große Stadt. Sind wir gar nicht mehr gewohnt. Am Reservationpontoon machen wir mit dem letzten Sonnenlicht fest. Hier dürfen wir die Nacht über liegen bleiben.

Gran und Canaria

Aug.′ 12 24

Schluss mit dem Gejammer. Weiter geht’s – die Welt ist bunt.

Jetzt kommt unsere ultimative, jederzeit veränderbare, vollkommen lückenhafte und unfertige Best-of-Sabbatjahrliste. Unsere Best-of’s sind natürlich total subjektiv, unsere Einschätzungen beruhen meistens auf persönlichen Erlebnissen, dem gutem Wetter und einem harten familieninternen Abstimmungskampf – daher gibt es auch pro Best-of eine Rangfolge.

Der beste Hafen

  1. Rubicon
  2. Tazacorte
  3. Dartmouth

Der beste Spieli

  1. Blanes
  2. Santiago de Compostella

Der beste Grillplatz

  1. Bei Dieter auf Porto Santo
  2. Rubicon aufm Berg
  3. Der Strand von La Graciosa

Die besten Klos

  1. Tazacorte
  2. Quinta do Lordes
  3. La Linea

Der beste Kaffee

  1. Bei HHH nach der Biscayaüberfahrt
  2. In Oropesa bei der Sundance
  3. Graciosa auf der Veranda

Das beste Restaurant

  1. Der Thailänder auf la Palma
  2. Santiago / La Gomera am Strand
  3. Pommes in Lüttich

Der beste Handyladen

  1. Viano do Castelo
  2. Aufladeladen auf Porto Santo

Der beste Dieselverkäufer

  1. Cadiz

Die schlechteste Dieselverkäuferin

  1. La Graciosa
  2. La Graciosa
  3. La Graciosa

Der beste Ankerplatz

  1. Lulworth Cove
  2. Papagayo
  3. Portimao
  4. Arrecife

Die beste Waschmaschine

  1. Den Helder

Der beste Strand

  1. Porto Santo
  2. La Graciosa
  3. Portimao

Der beste Pool

  1. Oropesa
  2. Rubicon
  3. Valencia

Die beste Wanderung

  1. Levada Wanderung auf Madeira
  2. Piratenbucht auf La Palma
  3. Caldera auf la Palma
  4. Pico Castillo von Porto Santo

Die beste Burg

  1. Die Schlösser von Sintra
  2. Dover
  3. Castillo del Mar auf la Gomera

Die beste Schnorchelecke

  1. La Graciosa
  2. Port Mogan

Der beste Angeltag

  1. Mit der Plastiktüte in Tazacorte
  2. Angeln mit Schleichfahrt
  3. vor Baiona

Der beste Fußballplatz

  1. Bayona
  2. Der Golfplatz in San Miguel

Die orginellsten Marineros

  1. Käptn Ahab
  2. Der Hafenbiker (Its Spain darling)
  3. Der geölte Blitz

Die besten Marineros

  1. Pedro von Graciosa
  2. Funchal
  3. Tazacorte

Der beste Vulkan

  1. Timanfaya
  2. Tenguine auf la Palma

Das beste Eis

  1. Joghurteis in Vlencia
  2. Eis auf Porto Santo

Das beste Hafen WiFi

  1. San Sebastian, Disa
  2. Lagos
  3. Funchal

Die ausgeklügelste Technik

  1. Satellite Voice Relay Mail
  2. Motorreparatur mit Hammer in Agde
  3. Bluescreenfilmen

Das beste EKZ

  1. Lissabon, Expomarina
  2. Lyon
  3. Funchal

Die beste Aussicht

  1. Pico de la Cruz / Los Muchachos
  2. Teide
  3. La Graciosa

Der beste Segeltag

  1. erster Tag Richtung Madeira mit Delfinbegleitung
  2. erster Tag auf der Biscaya
  3. Kurs Süd nach Lanzarote

Das beste Bier

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Das Bier in Tazacorte bei Montecarlo

Die beste Zigarre

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Mit Chrischan in Cuxhaven
  3. Handgedrehten von St. Curz de la Palma

Der beste Mojito/Caipi

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Der Stegcaipi in Funchal

Die besten Momente vom Kpt.

  1. Landsicht von Porto Santo
  2. Fahrt durch die Meerenge von Gibraltar
  3. Feiern in Bayona
  4. La Palma bei den Los Muchachos

Die besten Momente von der ersten Offiziöse

  1. Strand von Bayona
  2. Graciosa grillen
  3. Klavierkonzert in den Gassen von Barcelona
  4. Oropesa
  5. Rum Probe in Rendsburg
  6. Die Muchachos

Die besten Momente von Juli

  1. Geburtstag in Sines
  2. Die Babykatzen in Rubicon

Die besten Momente von Anni

  1. Der Affe auf der Schulter
  2. Geburtstag
  3. Die Babykatzen in Rubicon

Der fieseste Augenblick

  1. Wenn Werner neben uns gekocht hat
  2. Wenn Olaf neben uns gekocht hat
  3. Aufstehende Kamele

Der witzigste Moment

  1. Harpunengeschäfte
  2. Der Kpt. sucht den Tiger

Der eindrücklichste Moment

  1. Das Klo von Hitch
  2. Die Gassennacht in Lissabon

Der traurigste Moment

  1. Das 2x einlaufen in Rubicon
  2. Der Ankommblues

Die beste Assoziation

  1. Die Panflöten mit Maus
  2. Blumenduft bei Madeiraannäherung
  3. Cubaner und Babypuder

 

Over und aus!

Jan.′ 12 05

Michael leiht für uns ein Auto, um die Insel zu erkunden. Mal sehen, ob der Wagen uns drei Tage lang aushält. Die Lenkung knackt und das hintere Radlager heult – aber wir kommen den Berg hoch. Ziemlich hoch sogar. Nach 2300 Höhenmetern mit diversen Stopps an Fotohaltestellen stehen wir vor der Seilbahn, die uns bis auf 3550m bringen soll.

Der Fahrstil der Gondel für die restlichen Meter ähnelt doch sehr dem von Michael – nur eben, dass er weniger Kurven fährt – die Geschwindigkeit passt aber.

-2 Grad ist es oben auf dem Teide. Kein Wölkchen. Ein toller Ausblick. Uns ist allerdings nach ein paar Schritten etwas wackelig auf den Beinen. An die Höhenluft müssen wir uns gewöhnen. Von 0 auf 3550 Meter ist auch nicht so ganz ohne – vor allem inerhalb einer Stunde. Wir gehen ganz langsam und machen ständig Pausen.

Von hier oben können wir Gomera, La Palma, El Hierro und Gran Canaria sehen. Echt cool. Wir fotographieren wieder unsere Seekarten zusammen.

Olaf und Petra liegen auf Gomera neben dem Yachthafen am Strand – das ist klar zu erkennen… 😉

Auf der Gondelfahrt nach unten wird Anni schummerig. Sie muss sich ne Weile hinlegen, um die Blässe um die Nase wieder loszuwerden. Sie bekommt ne Cola und ist wieder glücklich.

Es geht wieder bergab Richtug Santa Cruz.

Um 18h startet der 3-Königs-Umzug. Das wollen wir nicht verpassen.

Michael quält den armen kleinen Wagen durch das Stadtgewühl, bis er sich auf einem Parkplatz erholen kann. Wir gehen zu Fuss bis zur Drei-Königs-Meile.

Kurz nach 19h geht es los. Die Straße ist gesäumt mit johlenden Spaniern, viele Kinder, aber auch alte Leute nehmen an diesem traditionellen Umzug teil. Ganz vorne laufen Flaggenträger in Gelb, in Rot und in Blau, die Farben der Könige. Ihnen folgen Jungs, die sich Plastikpferde, frei nach Lucky Luke umgehängt haben. Kamellen werden geschmissen. Jules Beutel füllt sich – Die Kinder sammeln was das Zeug hält. Der Kpt. verdrückt die ergatterten Kamellen direkt. Eine Blaskapelle, ein mit Trompeten geschmückter Riesenanhänger, ein mit einer Schneelandschaft geschmückter Autoanhänger. Dabei immer gejohle und Kamellenflüge. Dann folgen die Könige auf Dromedaren. Nach ihnen jeweils ein Karren mit echten Stieren (!) – obwohl davon hatten sie nur vier. An einem Karren waren auch Kühe mit aufgebundenen Hörnern und Euter. Die andern fehlenden Teile wurden nicht angebunden. Auf den Karren wurden die jeweiligen Gaben der Könige transportiert: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Nach diesem heiligen Moment werden wir rauh in die Wirklichkeit zurückgeholt: Den Königen folgen mit Tatütata Polizeiauto und Feuerwehr. Dahinter: die Müllautos. Straßenarbeiter fegen mit Palmenwedeln das Bonbonpapier von der Straße. Als alle durch sind, siehts aus, als wär nie etwas gewesen.

Wir schlendern durch die dunklen Straßen zurück. Überall lachende Kinder, fröhliche Eltern. Ein völlig überfülltes Straßencafe serviert uns noch ein paar Pommes. Dann zischen wir auf der Autobahn Richtung Süden. Der HiperDino lacht uns sogar noch um halb elf an. Komisch? – Der hat wohl durchgehend auf. Mit dem nächtlichen Einkauf geht’s zurück an Bord.

Over und aus…

Jan.′ 12 03

Um 8h stehen Olaf und der Kpt. bei Maria Theresa auf der Matte – Pallim-Pallim. Beide werden wir 239 Tacken los… War aber nett in Puerto de Mogan, bis auf die Antigrillaktion von gestern.

Wir legen ab und setzen Kurs auf Marina San Miguel auf Teneriffa. 47 sm. 295 Grad.

Das dritte Reff ist im Großsegel. Die Genua ist halb ausgerollt. Wir erwarten die schlimme Düse die uns hier 5sm nach dem Auslaufen auf die Seite hauen wird.

Wir motoren 18sm bei fast Flaute dahin. Immer wachsam. Immer auf den heftigen Windschwall gefasst. Nach 11sm fängt die Crew an am Kpt. zu zweifeln. Düse – Du spinnst wohl. – Wo haste Du das schon wieder her? Hier gibt’s keine Düse!

Der Kpt. legt sich in die Koje und ordnet an, dass Kurs und Geschwindigkeit so wie gehabt beibehalten werden… Die Crew grummelt.

Dann kommt endlich die Düse – nach 18sm. Der Kpt. erwacht wieder aus seiner Koje.

6 Kt. Fahrt. Motor aus. Wir SEGELN Richtung Teneriffa.

Der Kpt. der Sophie räumt uns den Weg frei. Er setzt mehrere Funksprüche ab und teilt den Tankern und Containerschiffen mit, uns auszuweichen. Endlich können wir entspannt segeln.

Um 18h laufen wir in San Miguel ein und halten den Kurs immer direkt auf die riesige BVB Flagge zu.

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Sophie hat uns den Platz reserviert. Der Marinero kommt auch sofort angecruised und übergibt uns den Sanitärschlüssel.

Bumble Bee ist auch hier im Hafen. Die Crew stürmt sofort hin und begrüsst die drei.

Die erfolgreiche Überfahrt wird sehr nett in der KuBu der Röde Orm gefeiert.

Julia übernimmt den Teneriffareiseführer der Sophie und zugleich die Inseleroberungsphase der Röde Orm.

Mal sehen was die nächsten Tage bringen. (Anm. der Red.: Der Rum ist fast alle… Wenn wir das nicht ändern, droht Meuterei…..)

Over und Düse….

Jan.′ 12 02

Frühstück. Schule.

Der Signalgast klettert auf den Berg und versucht herauszubekommen, ob die Insel (Teneriffa), von der der Kpt. die ganze Zeit faselt, überhaupt da ist. Als beruhigenden Beweis bringt er ein paar Fotos vom Objekt der Begierde mit – Teneriffa liegt in 290 Grad. Nicht zu verfehlen. Hoher Berg. Weitere Navigationshinweise sind nicht erforderlich.

Die Röde Orm wird seeklar gemacht und alle Ausrüstungsgegenstände an Deck verzurrt.

Eva und Florian von der Orros kommen uns an Bord besuchen. Wir machen eine bootsübergreifende Grillfete (Röde Orm & Sophie). Der Geruch des Grillanzünders lockt allerdings die Marineros aus ihren Löchern: „Ist’s not possible to make barbecue.“… Wir löschen den Grill im Hafenbecken und holen den Gaskocher heraus. Mit dem Geruch der gebratenen Würstchen machen wir die Spielverderber fertig…

Wir verabschieden Eva und Florian an der Bushaltestelle und verschwinden heute mal früh in den Kojen.

Morgen wird in See gestochen.

Over und grill…

Jan.′ 12 01

Um das neue Jahr anständig planen zu können, ist ein Blick in die Zukunft sehr ratsam. Beschworenes Blei haben wir leider nicht an Bord und von dem Kiel gibt der Kpt. nix ab. Also werden ein paar Teelichter aus der 100er Packung von IKEA hergenommen, um die Zukunft zu zeigen.

Das Büchlein mit den Bedeutungen der erkannten Figuren ist auch nicht an Bord, Google springt ein.

Wir sind alle sehr zuversichtlich, dass der Wahrheitsgehalt unserer Deutung, gemessen an den Verhältnissen, gigantisch sein muss.

Das globale Ergebnis der Crewmitglieder:

  • Wir werden alle durch unsere Neugier und Wagnisbereitschaft ne Menge Neuigkeiten erfahren und romatische Erfahren machen.
  • Unsere Leiden jeglicher Art werden geheilt werden.
  • Das naechste Jahr wird entweder besser oder schlechter; das stellt sich im naechsten Jahr raus.

Puuuh – ein Glück!

Ansonsten hat keiner einen Kater von der Silvesterparty. Warum wissen wir nicht. (Anm. des Signalgastes: Da schlepp ich extra ne Dose Aspirin mit, um die hier fuer 2 Euro das Stück zu verkaufen und dann das…)

Anm. zu den Aspirin vom Kpt.: Michael hat EINE Dose mit gemischten Tabletten mitgebracht. Die roten sind Ibuprophen, die weißen sind Aspirin normal und die orangen sind Aspirin schnell löslich. Aber ob nun die roten vielleicht doch Aspirin oder schnell lösliche orangene Ibuprophen sind, und ob die Ibus nu 80mg oder die Aspirin 800mg haben… Jedenfalls bekommt man auf genaue Nachfragen in einem Doppeltblindversuch stehts eine andere Aussage. Aber gegen Kopfschmerzen hilft wohl alles – auch die weißen Plazebos… *stöhn*.

Der Plan, morgen nach Teneriffa auszulaufen wird wegen des Windes verworfen. 18 angesagte Knoten sind bei einer 10Kt. Windbeschleunigung zwischen den Inseln etwas zu viel. Ausserdem sind für übermorgen nur 12 Kt. angesagt… Wir fahren also erst am 3.1. ab.

Wir können also nochmal mit dem Dingi raus zum Schnorcheln. Super. Morgen wird die Pinta dann endgültig entlüftet.

Over und aus…

Dez.′ 11 31

Die erste Hälfte des Tages besteht vorwiegend aus Schlafen. Wir wollen ja heute Nacht möglichst lange durchhalten.

Die Kpts. und der Schiffsjunge halten es allerdings irgendwann nicht mehr aus – zuviel Entspannung. Erst erledigen sie den Vorsilvestrigen Einkauf und dann wird das Dingi gesattelt und es geht auf Schnorcheltour.

Heute ist es leider etwas trübe – Das Wasser. Schade. Ne halbe Stunde begucken wir die trüben Fischlies, dann geht an Bord die Silvestervorbereitungsentspannung weiter: Michael schneidet n Film:

Von den Marineros erhalten alle Yachten einen Brief, dass es verboten ist Feuerwerkkörper zu benutzen.

Ab 20h folgt das Dreigängemenü mit Schiffwechsel.

Vorspeise (auf der Röde Orm): gebratene Datteln im Speckmantel an Pimientos de Padron

Hauptgericht (auf der Sophie): Chili con Carne, zwei Sorten eine für Schlaffies und eine richtig Scharfe.

Pause mit Youtubefilm (auf der Sophie): Dinner for One (norwegische Edition)

Die Frauen der Röde Orm machen sich schick. Jetzt nach dem Chilli ist es nicht mehr so gefährlich..

Nachtisch (auf der Röde Orm): Schokobananen mit Rum vom Cobb

Julia und Stefan bringen zur allgemeinen Erheiterung ihren Hochzeitsketch zum Besten. Leider gibt es darüber keine Dokumentation – das muss schon jeder selbst erlebt haben.

Auf der Sophie wird der Salontisch entfernt, die Musik aufgedreht, Diskokugeln aufgehängt, und los geht’s. Jetzt wird ins neue Jahr gemoscht. Mit Luftgitarre und Gejohle.

Je näher das neue Jahr rückt, desto mehr Raketen und auch Falschirmrotlichter fliegen um uns herum. Bei einem Rotlicht geht der Fallschirm nicht auf und das Teil landet natürlich brennend auf einer Yacht. Zum Glück sind die Nachbarn rechtzeitg an Bord und verhindern schlimmeres. Olaf schreit angebrachte böse Wörter in Richtung der Rotkugelabfeuerer, die hier nun nicht näher übersetzt werden (Sprache unbekannt) 🙂

Um 0h geht’s dann richtig los. Ein schönes Feuerwerk gibt es im Ort, aber leider müssen wir immer wieder auf die Rotlichter achten. Ein weiteres Rotlicht landet auf einem Balkon, der beinahe abbrennt, man sah schon Flammen.

Um 1h ist endlich der Streß vorbei. Wir können noch entspannt ein paar Sektchens trinken.

 

Ein schönes neues Jahr an Euch alle !!!

 

Over und Knall…

Dez.′ 11 30

Früh sind wir hoch. Julias Handywecker klingelt um 7… leider fällt ihr erst nachdem sie die anderen geweckt hatte auf, dass es sich hier um deutsche Zeit handelt… eine Stunde früher. So sind wir denn auch früh am Flughafen. Wir hoffen, dass wir Flugzeuge beim Landen beobachten können. Diese Hoffnung wird am Infotresen zunichte gemacht. Ohne Boardingkarte läuft da nix. So setzen wir uns in die Wartehalle und beobachten die Leute. Stimmt es wirklich, wie in „Tatsächlich Liebe“ gezeigt, dass sich die Menschen auf dem Flughafen immer so freuen, wenn sie sich sehen. Wir sehen den ein oder anderen grinsen. Michaels Flugzeug kommt an. Vor ihm landet eines aus München und eines aus Alicante. Julia fragt eine Frau, woher ihr Flieger kommt. Aus München. Kurz danach folgen fünf Jungs mit Lederhose und mit Biergläsern bedruckten T-shirts. Die Frage hätte sie sich auch sparen können. Endlich kommt Michael aus der Glastür. Er berichtet von seinem sechstägigen Aufenthalt in Hamburg. Davon viereinhalb Tage Regen, 24 Minuten Sonne. Na dann kann es ja nur besser werden. Wir verstauen uns im Mietwagen und düsen über die Insel. Las Palmas. Die Nordspitze mit Leuchtturm. Hier sieht es aus wie auf Lanzerote: Nur Geröll, wie Dauerbaustelle. Und irgendwelche sinnlosen Straßenkreisel ohne Abfahrten.

Dann weiter ins Gebirge. Es wird so langsam grün. In einem kleinen Örtchen halten wir an einem Restaurant. Dazu gehört ein Kakteengarten, den wir besichtigen. Dort wachsen auch Zitronen- und Orangenbäume, Bananenpalmen, Papayas, Mangos und Avocados. Julita darf von der noch viel zu grünen Bananenstaude eine pflücken. Die reift nun auf dem Schiff nach.

Weiter geht’s in die Berge. Sie Küstenstraße an der Westseite der Insel ist wirklich abenteuerlich. Oft aufgemauert hängt sie überm Abgrund. Auf der einen Seite Schlucht auf der anderen Felswand. Die Berge werden hier grün, aber nicht von den Pflanzen, der Fels ist grün. Ist das Kupfer. Sieht beeindruckend aus. Vorm Dunkelwerden landen wir in Puerto Mogan und puzzlen uns ins Boot.

Abends laden Olaf und Petra uns zu „Das Leben des Brian“ ein. Herrlich. Jetzt weiß ich endlich wo der Spruch herkommt: Setz dich, nimm dir n Keks.. du Arsch!! (in memoriam Tina 😉

Over und aus…

Dez.′ 11 29

Heute stiegen wir auf Wüstenschiffe um. Das ewige salzwässrige Geschaukel im Hafen reicht uns.

Julia fährt die schläfrige Crew nach Maspalomas.

Dort soll man auf echten marokkanischen Kamelen reiten können. Da wir den Plan mit Marokko ja – höchstwahrscheinlich – über Bord geworfen haben, nutzen wir also die einmalige Gelegenheit. Auch die Kameltreiber sind echte Marokkaner, sie reden jedenfall arabisch, oder sie tun so, vielleicht auch plattspanisch oder so was…

Das schwierigste an so einem Kameltörn ist das Aufstehen, also, wenn die Kamele aufstehen. Das entspricht ungefähr einer 8m hohen Atantikwelle von vorne (Vorderbeine) und einer 4m Welle im Anschluss (Achterbeine).

Ansonsten schaukelt so ein Kamel echt super über die Dünen von Maspalomas. Sehr zu empfehlen. Dauert ne halbe Stunde. Und man riecht hinterher auch wie ein echter Kameltreiberlehrling (nach dem Motte: Es ist ja weniger der Gestank, sondern eher das Brennen in den Augen).

Wir finden einen einsamem Platz beim Pizzamann und fahren dann mit offenen Fenstern zu dem nächstgelegen Stausee, damit die Bergluft uns und das Auto entkamelt.

Wir machen einen kleinen Abstecher nach Las Palmas um uns von der Samantha anständig zu verabschieden. Sehr nett, und sie haben nix von unserem Kameltörn bemerkt – jedenfalls haben sie nix gesagt.

An Bord geht es früh in die Kojen. Morgen um 10h müssen wir den Schiffsjungen vom Flughafen abholen…

Over und Wüste….

Dez.′ 11 28

Nachdem die Kids das Filmchen von Gestern gesehen haben (Höhlentörn) wollen sie auch unbedingt in die Höhle und Schnorchen und das Monster angucken und Schlauchbootfahren und und und – auf deutsch – wir haben n super Druckmittel. Heute wird also als erstes das Schiff aufgeräumt 😉

Die Kinder machen ihr Vorschiff klar. Die erste Offiziöse die Pantry und der Kpt. darf den Kocher reinigen.

Und dann geht’s los zum Höhlenmonster. Heute sind mehr Wellen als gestern. In der Höhle schaukelt es ordentlich. Julita ist es zu unheimlich, sie möchte nach 1 Minuten wieder raus. Schade.

Anni zieht ihre Tauchklamotten an und schnorchelt vor dem Höhleneingang hin und her. Seeigel und bunte Fischlies werden genau inspiziert – alles nicht essbar 🙁

Zurück im Hafen möchte Julia auch gleich mit dem Kpt. eine Höhlen-Schnorchel-Tour machen. Auftanken – ablegen. Das Höhlentourdingi startet erneut zu neuen Abenteuern.

Jule findet die Höhle voll cool und hat keine Angst. Diesmal bleiben wir n paar Minuten länger drin.

Dann kommt das Schnorchelerlebnis. Der Kpt. sieht auch einen Clownfisch! – ECHT! – War aber auch zu klein zum Essen.

Morgen machen wir ne Autotour über die Insel.

Over und aus!

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