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Aug.′ 16 20

Middelfart II

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Regen zieht auf. Wir verholen uns mal wieder in den Hafen von Middelfart. Einkaufen. Wäsche waschen.

Die Damen und Freddy besuchen den örtlichen Supermercado. Die Kpts versuchen sich beim Ersatzteilhändler – aber der hat schon lukket. Sie sind geknickt – die Liste ist schon wieder arg lang. Am Abend ist das Schiff wieder gefüllt mit sauberer Wäsche und Proviant.

Over und aus.

Jul.′ 15 26

Zeljko kommt über Nacht

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2015-07-26 23.48.33Das war eine Sturmnacht! –  Aber eigentlich hielt es sich hier in Grenzen. Es war ok.

Wir hatten es schlimmer erwartet.

Am nächsten Morgen scheint die Sonne zwar, aber zum Ablegen ist es doch zu ungemütlich. Wir bleiben also noch in Kerteminde.

Diesel nachfüllen, einkaufen, Wäsche waschen, was der Kpt. und sien Crew eben so macht bei starkem Wind.

Die Kinder benutzen die extraschweren Golfbälle zum Minigolfen. Entspannung pur – Hafentag eben.

Heute Abend wird mal Fisch gegrillt. Es kann so nicht weiter gehen – was Gesundes muss her. Die Hikers bekommen Besuch aus der Heimat – per Bulli.

Morgen gehts weiter – Die Leinen zum leichteren Ablegen werden schon mal entwirrt.

Grillen und Fisch.

Jul.′ 14 23

Der Anker bleibt im Sand

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Das Standardprogramm: Mühle, Schloss, einkaufen, waschen, Stor Hot Dog. Nur dieses mal alles per Dinghi. Wir fahren, völlig überladen, gegen den relativ starken Nordwind in das hinterste Hafenbecken und werden klitschenass. Irgendwie haben wir die Entfernung unterschätzt. Aber es ist brüllend heiß und so sind die Hosen schnell wieder luftgetrocknet, nachdem wir im hintersten Hafenbecken von Nyborg unsere Schlauchboote festgemacht haben. Jule bleibt mit ihrem Hinkefuß am Hafen, pendelt zwischen Waschsalon und Duschsalon. Alle anderen machen sich auf den Weg zum Schloss, das älteste in Dänemark. Eine Viertelstunde vor Schließung kommen sie an und dürfen so ohne Eintritt eintreten und durchflitzen, um die vielen Überhangklos zu suchen, die dieses Schloss zu bieten hat. Anschließend wird der Wasserturm besichtigt und die Kinder spielen um den Turm herum verstecken. Die beiden Käptns erklären den Kindern die Spielregeln mal richtig, so mit „Mi“ und Zurücklaufen und Freischlagen und so. Die besten Versteckspieler sitzen immer am Steg, sagen die Matrosen.

Zurück am Hafen ist Jule fertig und wir entern die Pölserbude. Riesenhotdogs und extra kühle Getränke sind unsere Beute. Was für eine Hitze.

Mit der Pölserbude geben wir uns aber nicht zufrieden, wir entern auch den Supermarkt und schieben schließlich jeder 8 Einkaufstüten zu den Schlauchbooten. Wie vor 2 Jahren in Peniche/Portugal, als Steffi und Jule für die Überfahrt nach Porto Santo einkauften, stopfen wir alles in die zwei Schlauchboote und machten uns tiefbeladen, aber mit Rückenwelle auf den Weg zum Ankerplatz. Motoren Richtung Horizont.

Over und aus.

Jul.′ 13 21

Alle Dagen Is 8-22h

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Es ist Sonntag, wir motoren durch den Alssund in die große Stadt – Sonntag *stöhn*. Zum Glück gibt es aber die tollen „alle dagen 8h-22h“ Schilder auf dem Supermarkt. Wir können also unser gesammeltes DK-Leergut noch an den Mann bringen und die restlichen Kronen in Grillfleisch und Dosenbier umsetzen. Der Kpt. ist glücklich.

Die erste Offiziöse will unbedingt noch – zum Abschluss – ein echtes dänisches Eis essen. Mit allem – das volle Programm. Guff, Monstewaffel, Schokoschaumkuss, Kugel UND Softeis. Der Kpt. konnte gerade noch rechtzeitig eingreifen und die erste Offiziöse von Stor auf Lille runterhandeln.

In dem Supermarkt kauft die erste Offiziöse noch ne 2 Liter Packung Eis… An Bord der God Tur wird das Eis dann auf ner Waffel verdrückt.

Dem Kpt. war das nu n kleinen Tick zu viel dänisches Abschiedseis. Die erste Offiziöse freut sich aber schon auf das Zu-hause-begrüßungs-eis.

Mal sehen, ob wir morgen hier los kommen.

Eis und aus.

Jul.′ 13 12

Der Angelkater

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Die Reuse ist weg. Oh Gott. Wir müssen dringend in einen Hafen und Ersatz beschaffen.

Da hat wohl sich heimlich in der Nacht der Fischer die Reuse wieder geholt, oder des Kpts Spezialknoten war doch nicht so dolle.

Schade.

Wir beschließen noch mal den Hafen Nyborg anzulaufen. Gaaaanz bis zum hintersten Ende fahren wir durch – geradeaus – direkt in die freie Box. Die Münzwäscherei ist 100m weg. Der Netto 150m. Wir erledigen alles in einem Abwasch. Die Getränke schaffen wir direkt mit den Einkaufswagen bis vor das Schiff. Nach 2 Std. haben wir eigentlich schon wieder genug von dem Hafen. Wir laufen aus. Kurs Süd. 10sm weiter probieren wir die Ankerbucht bei Elsehoved aus. Hübsch. Sand. Sundowner. Pitabröd mit Hack.

In der Ankerbuchbeschreibung steht drin, dass man hier ganz gut Fisch fangen kann. Die Köder gehen über Bord und der Kater fast mit. Alle 5 Min. kontrolliert der Kater das Angelgeschirr auf Frischfisch. Er zupft mit der Pfote an der Angesehne, zeitweise beißt er auch mal rein. Scheinbar hat Enno den Kater auf angeln trainiert. Er bewacht die Angelleine jedenfalls schon mal ganz gut. Wenn der Kpt. und die Matrosine den Köder allerdings neu ausbringen, muss einer immer den Kater festhalten, damit ich nicht aus Versehen mit ausgebracht werde – Son quatsch. Die kennen sich scheinbar gar nicht so richtig mit Fisch aus. Sobald der Fisch an der Oberfäche ist, muss man sofort zupacken. Sonst isser weg. Anfänger. Im Zweifel muss man halt mal son kleinen Wasserkampf mit sonem dicken Dorsch durchstehen – Hab ich von meiner Mama gelernt. Die ist immer zum Fischer geschwommen und hat sich n Fisch abgeholt..

Ach ja – wir fangen natürlich nix.

Kater und Fisch.

Jul.′ 13 09

Ankertest in Korshavn

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Der Wind hört auf, die Sonne scheint wieder. Der Anker hat tatsächlich bei dem kräftigen Wind durchgehalten. Das Brot ist alle. Es gibt Müsli – ist ja auch letztendlich nur ungebackenes Brot…

Frisch gestärkt und reichlich ausgeschlafen wollen wir weiter nach Süd. Der Anker hat sich so richtig tief in den Mud vergraben… Lag wohl am starken Wind… Die Kette steht senkrecht über dem Anker, Blasen steigen auf, aber nix passiert. Jule gibt ein bisschen voraus und dann bricht er aus. Der Kpt. spült fleißig.

Ein halbes Stündchen motoren, um die Batterien zu stärken, dann geht’s um die Nordspitze raumschots bergab. Kurs Kerteminde. 6,5 Kt. – Rauschefahrt mit Vollzeug.

Der Netto in Kerteminde hat bis 22h auf. Wir sind aber schon um 18h fest. Also kein Problem, für einen Großeinkauf.

Kater Konrad geht streunern und die Crew wird mal wieder nervös, als es dunkel wird. Zum Glück kommt er noch mal zum Fressen nach Hause und macht sich dann wieder auf und davon. Auf einen Nachtspaziergang.

Over und aus.

Jul.′ 13 03

Proviantodyssee

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Der schwarze Anti-Katzen-Kahn legt ab, er flüchtet wohl vor Kater Konrad. Leider kommt er nicht weit. Nach einer Stunde kehrt er mit einem gerissenen Segeln wieder zurück in den Hafen. Tja: Man sollte halt vorsichtig und freundlich sein mit schwarzen Katzen auf einem Boot mit schwarzen Segeln – das bringt sonst Unglück.

Annika und die erste Offiziöse versuchen Proviant aufzutreiben. Leider ist in näherer Umgebung nichts zu machen. Auch die Fahrräder am Hafen sind verliehen. Die Beiden trampen in die Hauptstadt (Hauptdorf) und besorgen das Nötigste. Der Kpt. und die Matrosine versuchen derweilen Nahrung auf herkömmlichem Wege (jagen und angeln) zu beschaffen. Sie umwandern mit der Odysseuscrew die komplette Ankerbucht, waten durch unterhosentiefes Wasser (die des Kpts. ist nun nass) und werfen an der erfolgversprechendsten Stelle, am Ende der Landzunge das Jagdgeschirr aus. Leider fangen sie nur vegetarisches Meerkraut und ernten auch noch eine abgebrochene Spulenkurbel – vielleicht bringt die erste Offiziöse und die Obermatrosine ja Nahrung mit…

Sie kommen mit dem Bus zurück. Bepackt mit Einkaufstüten sind sie um viertel vor sechs in den Bus gestiegen. Der lustige dänische Busfahrer redete die ganze Fahrt über abwechselnd mit Fahrgästen und sich selbst und hielt an jeder samsöischen Milchkanne. In Saelvig, an der Ostküste reihte er sich in die Autoschlange, die auf die Fähre zum Festland fuhr. Da schlotterten der Offiziöse ganz schön die Knie. Was für ein Umweg, nach Langör übers Festland zu fahren.. zum Glück drehte der Bus dann doch noch rechtzeitig auf den Parkplatz und die Haltestelle ab und setzte den wertvollen Röde Orm Proviant mit ihren Trägerinnen in Langör ab.

Abends gab es nur noch Whisky und Fischdosen und für den Kptn. und sein Fru n gezapftes Bier in der Hafenbar.

Over und aus.

Jul.′ 12 28

Morgens regnet es in Strömen und leider auch in Rendsburg. Der Käptn und sin Fru trecken sich die Regensachen over und schnappen sich je einen Hafenkarren. Damit spazieren wir zum Supermarkt und kaufen ein für eine große Ankunftsparty. Als alles im Schiff verstaut ist, legen wir ab. Motoren im Regen. Vor der Levensauer Hochbrücke winkt uns eine Freundin entgegen. Sie ist uns mit dem Rad entgegengekommen. Wir fangen an, uns auf die Rückkehr zu freuen. Oben an der Brücke hängt ein Transparent: Willkommen Familie Conrad! Sowas schönes. Dann kommt die Schleuse. Die kleine Schleuse (für die Sportschiffahrt) ist gesperrt, wir stehen mit zehn Yachten Schlange vor der anderen.

Zwei Stunde lang kurven wir da rum. Der Kesseltrick funktioniert nicht. Aber die Sonne kommt raus. Yipiedei! Dann fahren wir rein, bezahlen in dem Häuschen zwischen den beiden Schleusen, fahren wieder raus und…. sind auf der Kieler Förde!! Zuhause!! Wir setzen das Segel (geflaggt ist schon) und segeln bei blauem Himmel dahin. Herrlich. Chrischan spielt auf dem Schiffahrtsklavier.

Erst als das Telefon klingelt, und daraus die Frage ertönt, ob die Wartenden schon das Fass anstechen dürfen, schmeißen wir Kuddel an. Mit Getröte und Musik und Jubel laufen wir in den Hafen ein. Da stehen viele viele Freunde. Danke, dass Ihr alle da seid! Die Freude ist groß! Wir feiern bis in die Morgenstunden.

Kiel hat uns wieder.

Over und aus.

Jul.′ 12 07

Wir verabschiedenen uns von den netten Holländern und fahren weiter nach Norden. Gleich die zweite Schleuse hat schon Aussetzer – zwei rote Lichter. Ne ¾ Stunde warten – hmmmm. 4 Schleusen weiter werden wir sogar in einer Schleuse eingeschlossen. Zum Glück nicht unten, sondern oben. Der Schleusenwärternotdienst hilft schnell – gut dass wir die Notfallnummer haben… 🙂

Die nächste Schleuse will auch nicht. Die Schleusung will nicht auslösen. Wir denken, dass wir mal wieder zu flott waren und Anni hält für n paar Sekunden die Hand vor die Einfahrtslichtschranke… 🙂 Nun geht’s – Haha – Wir werden auch mal Schleusenwärter.

Irgendwie geht uns das Abwärtsschleusen nun auch n bisschen langsam. Häufig stehen wir vor einer leeren Schleuse lange rum, bis die endlich vollgelaufen ist und das Tor sich öffnet vergehen wertvolle Minuten. Da sich Schleusen ja immer noch so ca. 2 km auseinander sind, wird die Landmannschaft reaktiviert. Ein Crewmitglied fährt bewaffnet mit der Schleusenfernbedienung mit dem Rad und dem Walkitalki vor und drückt einfach schon mal ein bisschen früher auf den „Wir-kommen-Schleuse-Knopf“ – geht nun schön flott. Wir können meistens – wenn das Timeing stimmt – in eine mit Wasser gefüllte und offene Schleuse einfahren. Cool!

Trotzdem müssen wir heute leider schon um 15h in Charmes anlegen, weil die nächsten 15 Schleusen kein anständiger Anleger in der Karte verzeichnet ist.

Meistens ist zwar noch ein unverzeichneter Anleger irgendwo zu finden, aber wir können auch mal gut nur n halben Tag fahren und ein bisschen länger Pause machen.

In Charmes machen wir an einem alten Kümo fest um ein bisschen Wasser unterm Kiel zu haben. Duschen – endlich. Wir kaufen 4 Marken und gehen gemeinsam die drei Kabinen besetzten. Es bildet sich eine Schlange hinter uns. Eigentlich haben wir nämlich an einem Wohnmobilcampingplatz angelegt. Ziemlich was los hier. Eine Bühne wird aufgebaut. Wir beschliessen das „Abendessen“ von dem Kanuverein zu kaufen, der hier die Bewirtung macht. Wir bekommen zweimal ein halbes Baguette mit einem Eckchen Käse, ein armes kleines Würstchen auf einem Nudelsalat, eine Waffel mit Nutella (Nuskati, obwohl mit Nutella geworben wurde – der Kpt. ist entsetzt) und einen Plastikbecher mit Kaffee ohne Milch. Alles für 2x 12 EUR. Nunja. Wir sehen es als Spende für den Kanuverein. An Bord werden noch zwei Dosen Ravioli aufgerissen.

Wir treffen Peter und Ulrike mit ihrem 22 Fuss Segelboot. Sie sind auf dem Weg nach Süden. Wir tauschen Karten und Erfahrungen. Ein sehr netter Abend.

Over und aus.

Jun.′ 12 28

80km Saone bei Affenhitze

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In dem Einkaufzentrum auf der anderen Seite von Hafen gibt es einen Carrefour. Den Einkaufswagen können wir von dort bis direkt ans Schiff schieben. Es lohnt also mal wieder ein Großeinkauf, vor allem Getränke sind wichtig. Bei der Affenhitze verdunstet ne Menge Wasser.

Die ersten 100 MB von unserem Orange Internet sind abgelaufen. Der nette Hafenmeister schafft es, sich durch die französischen Ansagemenüs zu klicken und unseren Gutschein zu aktieren/aufzuladen. Ne SMS kommt an. Scheinbar alles gut. Aber eine Stunde nach dem Ablegen geht Internetmässig schon wieder gar nix. Wir haben uns ja schon mal über Orange geärgert. Mal sehen, ob wir das bei der nächsten Stadt wieder gerichtet bekommen.

Wir tuckern – ach was – wir flitzen die Saone hoch. Die Strömung ist zu vernachlässigen. Wir können durchgehend über 5 Kt. fahren. Kurzzeitig mit starkem Rückenwind sogar 5,7 kt.

Wir beschließen so lange zu fahren, bis es dunkel wird. Zwei Schleusen schaffen wir. Der Hub ist auch nur 4m bzw. 3,2m. Leider haben die Schleusen hier keine mitsteigenden Poller mehr. D.h. Wir legen an einer Leiter an und Annika klettert hoch und legt die Leinen 2 m höher in einen Wandpoller, so dass wir beim Schleusen nicht die Leinen verlegen müssen. Das klappt beim zweiten Mal schon richtig gut. Wir gewöhnen uns dran.

Die Saone ist richtig nett zu fahren. Schönes Ufer. Nicht kanalisiert. Nur die Sonne – die brennt erbarmunglos von oben. Wir schwitzen wie die Affen in der Hitze. Die Kids laufen nur noch in den nötigsten Bekleidungsteilen rum. Der Kpt. bald auch. Der kühlende Wind lässt leider nach.

Am Abend haben wir 80 km geschafft. In dem nagelneuen, noch nicht ganz fertigen, baustellenmäßigen Yachthafen in Macon machen wir fest.

Egal. Ein Gewitter kommt auf. REGEN. Der Wahnsinn. Das hatten wir soooo lange nicht.

Over und aus…

Jun.′ 12 26

Die Tankstelle im Hafen von Valence wollte keine unserer Karten fressen – also gibts auch keinen Brennstoff. Aber wir haben noch genug für mind. 2 Tage. Wir verabschieden uns, die Franzosen Jaques und Monique, mit denen wir durch viele Schleusen gemeinsam gefahren sind, kommen noch vorbei und schenken den Kindern Kekse und Schokolade. Wir fahren also weiter. 76 km, bis St.-Claire du Rhone, haben wir uns vorgenommen, mal sehen ob das klappt. Bis 21h werden Yachten geschleust und um 21.30h geht die Sonne unter, also haben wir bis 22h Zeit.

Die Gegend um die Rhone rum wird deutlich hübscher, Weinberge, kleine Dörfchen – wie von Märklin, Felsen… ziemlich abwechslungsreich. Ok ein bisschen Betonkanal ist heute auch wieder dabei. Wir können in fast alle Schleusen direkt hinein fahren, werden auch allein geschleust. Es klappt gut. Vor den Schleusen schwimmen jedes Mal Unmengen Treibholz herum. Da muss man gut hingucken und Slalom fahren. Vor der letzten Schleuse vor St. – Claire du Rhone müssen eine Stunde warten. Son Gastanker kommt von hinten, hat Vorrang und darf auch nur alleine geschleust werden.

Wir kommen aber trotzdem zum Sonnenuntergang im Hafen an. Jana und Arne sind auch hier im Hafen, nehmen uns die Leinen an und laden uns zum Imbiss an Bord ein. Total nett.


Wir wälzen die Rheinbücher von den beiden und überlegen zum xten mal, ob wir den Kanal d’Este oder den Rhein fahren sollen. Doch die Bücher bestätigen unsere Sorgen, der Rhein hat derart viel Strömung, dass wir lieber auf dem sicheren Kanal d’Este bleiben werden. Mal sehen.

Mit dem heutigen Tag haben wir 5000 sm im Kielwasser. Wir feiern das bis 2h nachts.

Ein paar Stunden Schlaf, dann soll es weitergehen nach Lyon.

Over und aus.

Jun.′ 12 25

Ungewohnt mal länger in der Koje zu bleiben. Wir machen den Montag zu Sonntag. Pause. Die Kids packen nach dem Frühstück ihren Schwimmkram und verschwinden zur Poolmitbenutzung auf dem Campingplatz.

Der Kpt. und sien Fru geben noch Alfons defekte Pumpe ab (sie wird eingeschickt und dann nach Esp. verschickt – guter Service) und gehen inne Stadt. Valence ist leider n Stück weg vom Hafen. 3 km oder so und die Autobahn ist auch noch dazwischen. Das Städtchen ist hübsch, alt usw.

Es gibt ne Einkaufsstraße, Supermärkte usw. vollwertige Stadt eben.

Der Kpt. hat eigentlich die Sache mit dem französischen Mobilinternet schon aufgegeben und sich innerlich mit WiFihangeln abgefunden. Aber Jule drängelt doch sehr und will unbedingt noch einen Versuch. Der nächste Orangeladen ist unser. Tatsächlich, nach einigem hin und her und Gerede und Erkläre und französische-Adresse-aus-den-Fingern-Gesauge, bekommen wir ne Prepaid SIM fürs Internet. Das gute Stück heißt: „Pass Let’s go“. Kostet 8 EUR + 20 EUR Aufladung für einen Monat (APN: orange.fr, User: orange, Pass: orange).

Der Kpt. ist sich allerdings nicht so ganz sicher, ob er dem Frieden nun trauen kann, aber es scheint zu klappen… Der Langzeittest läuft ab heute.

Einen Supermarkt nehmen wir uns auch noch vor und fahren dann aber mit dem Bus zurück zu Hafen.

Die Kids haben feinsäuberlich ihre Badesachen auf der Reling drapiert und uns einen neuen Infozettel hinterlassen – sie sind nun Fussballspielen.

Es ist doch wichtig mal einen Hafentag einzulegen, damit sich alle Crewmitglieder mal austoben können.

Over und aus…

Jun.′ 12 05

Der Vormittag steht im Zeichen der Fernschule. Lange haben wir keine Tests mehr verschickt zum Korrigieren. Sie haben sich hier angesammelt. Nun geht ein ganzer Schub raus. Claudia und Silvia stehen vor dem Schiff und wollen in den Wald gehen, Stöcke fürs Grillfeuer sammeln. Wir können leider noch nicht mit. Aber wir kommen nach. Endlich sind wir fertig und sammeln uns an der Sundance. Die drei Männer (Alfons, Stefan und Lorhan) setzen sich in den Dreieinhalbtonner und düsen zur Ferreteria und in den Supermarkt. Die drei Mädels (Annika, Ana und Samona)  gehen baden und Breitbandfernsehen und die drei Frauen (Claudia, Julia und Silvia) setzen sich zum Garachio ins Restaurant und quatschen. Super Arbeitsteilung. Anschließend bereiten wir das Grillfest vor, zum Hochzeitstag feiern – ja 19 Jahre sind wir heute verheiratet – und um Alfons Geburtstag vorzufeiern.

Der Kpt. fragt sich, warum wir im Supermarkt waren… Hier läuft soviel Grillfleisch auf zwei Krallen mit schönen bunten Federn rum. Bei näherer Betrachtung muss der Kpt. allerdings mit Grausen feststellen, dass sich die Hähnchen von abgeplatztem Antifouling, Sika- und Epoxyresten ernähren. Die Hühner sind also eher Sondermüll als Grillgut – Schade. Auch der Pfau glänzt so in der Sonne, dass es besser scheint, ihn laufen zu lassen…

Unter dem Katamaran wird die Festtafel geschmückt und dann reingehauen. Alfons stellt eine uralte Flasche Wein auf den Tisch, wir kosten alle. Is noch nicht Essig!

Am Abend schaukeln die Kinder in der Hängematte unter der Sundance, Pedro, der Nachtwächter kommt und spendiert ne Runde Eis. Geburstagslieder in Spanisch, Deutsch und Polnisch werden gesungen – Herzlichen Glückwunsch Alfons.

Over und aus.

Jun.′ 12 04

Sonne, Schweiß und Öl

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Der Kpt. geht zu der Sundance und sieht Alfons bei der Arbeit zu… – plötzlich hat er ne Bürstenflex in der Hand und schrubbelt in der Mittagssonne das Gribdeck ab. Schweiß – Sonne – Arbeit. Der Kpt. gibt alles und sein Letztes. Am Ende der Sonne ist das Vorschiff fast fertig und Alfons hat seine Eingangtüren auch epoxiert.

Am Nachmittag nehmen wir uns unseren Kuddel vor. Die Ventildeckeldichtung wird abgeschraubt und das Ventilspiel eingestellt – War auch nötig. Wir würgen die Einspritzdüse mit Brechstange und Hammer aus ihrer Passung und prüfen das Sprühbild – Is ok!

Nachdem der Kuddeln ne Stunde warm gelaufen ist und wir uns einen Carachillo gegönnt haben macht der Kuddel leider immer noch die gleichen Warmstartschwierigkeiten wie vorher. Tja – Der Kopf muss wohl doch ab. Aber ohne das Ersatzteil in den Händen zu haben läuft da nix – immerhin läuft er ja.

Die Frauen sind derweil unterwegs. Vier Maschinen Wäsche werden gewaschen. Claudia und Julia fahren mit den Fahrrädern – Fahrrad fahren ist ja toll, das ist schon lange her. Man ist richtig schnell! – ins Dorf zum Einkaufen.

Dann gibt’s unterm Katamaran – der einzige gut durchlüftete schattige Platz Salat und Tortilla. Die Kinder sausen mit Rollern und Rädern zum Pool und genießen das kühle Naß. Abends gibt’s zur Feier des Tages Pfannekuchen auf der Röde Orm.

Over und aus.

Jun.′ 12 01

Das erste, was wir den Hafenkapitano nach unserem 30 minütigen Eincheckgang zu ihm sein Office fragen: „Dürfen wir bitte an einen Localsteg – näher ran an die Facilities?“ – „Si – claro“. Puuuuh – ein Glück. Wir Frühstücken also noch an unserem Abseitsvisitatespontoon zuende und verholen uns in den Haupthafen. Sehr gut – wir können auch unser neu erfundendes und beim Frühstück besprochenes Anlegemanöver-ohne-Schnoddermooring-an-Deck ausprobieren. Die Kids stehen mit den ehemaligen 10m Heckleinen aufm Vorschiff und machen damit auf Slip an den Pollern fest. Des Kpts Fru reicht dem Kpt. die Schnoddermooring. Der Kpt. rennt damit nach achtern und zieht tüchtig. Die Kids fieren den Kahn 3 Meter vom Gestade wech. Nu mach der Kpt. dem Chrischan ihm seinen Prusikknoten mit einer schön sauberen Festmacherleine um die Schnoddermooringleine. Der Kpt. fiert, die Kids holen dicht, feritch ist das angelecht – ganz ohne Dreck.

Nun kommt das 2. Problem. Die Kids wollen in den Marinaeigenen Swimmingpool – leider is das nur für Members. Aber irgendwie kriegt Jule das geregelt. Die Kids werden also Swimmingpoolmässig vom Bademeister betreut und der Kpt. und sien Fru nutzen die Gelegenheit, um sich einem Bunkereinkauf beim örtlichen (Bezahlbaretaxireichweite) Carrefour zu witmen. Der Kuddel bekommt heute auch mal n bisschen dickflüssigeres Öl, 20w50. Er mag im heißen Zustand nicht mehr so gerne anspringen – nicht schön.

Der Einkauf wird unter Deck verstaut, die Kids ausm Pool gezerrt und mit dem 2. Taxiausflug die Stadt erkundet. Per Bus wäre man wohl auch gut hingekommen. Zu viert ist es aber genauso teuer wie per Taxi (ca. 10 €)

Wir fangen mit dem alten Krams in der inneren Stadt an, schlendern durch den „Jardines del Turia“ und enden bei so ganz moderner Architechtur – Einfach mal die Bilder angucken.

Besondern das alte Flussbett des „Turia“, aus dem die Valencianesen einen super Park gemacht haben, hat uns besonders gut gefallen. Alle Familien mit Kindern sind anscheinend in diesem Park unterwegs, liegen unter Bäumen, fahren Rad, spielen Fussball, joggen…

Valencia ist echt großartig.

Over und aus…

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