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Aug.′ 11 18

Julia macht irgendwelche Verrenkungen auf dem Deck und weck die gesamte schlafende Crew auf. Der Wetterbericht sagt, das der Wind aus NE doch ganz moderat sein soll. Wir lichten also doch den Anker, ohne an Land gewesen zu sein und segeln weiter Richtung Süd. NE 4 – genau der richtige Wind für die Röde Orm. Wir kommen mit gut voran. Schmetterling. Anton steuert das Schiff. Wir gucken uns die steinige Küste an. Zählen die Caps und halten Ausschau nach Delfinen.

Wir planen das berühmte Cabo Finisterre (das Ende der Welt) zu umrunden. Nachmittags wird der Wind doller. Anton ist mit den Ruderdruck überfordert und fängt an zu schlingern. Wir nehmen die Genua weg. Das Schiff wird unmerklich langsamer, aber der Ruderdruck ist wieder weg.

Wir kommen den Cap näher und der Wind nimmt weiter zu. 6 Bft. (Boen 7-8). Das Groß wird auch eingepackt und die Genua wieder n bisschen ausgerollt. Wir zischen ums Cap rum.

Sieht ziemlich nett hier aus – dafür das das ja das Ende der Welt sein soll – hübsches Ende.

Nun müssen wir leider auf der anderen Seite vom Ende der Welt wieder 3 sm gegenan bis zur schützenden Ankerbucht. Kuddel schiebt uns durch die kleinen, fiesen und spritzenden Wellen wieder nach Nord. Die Wellen von hinten auf dem Atlantik waren angenehmer.

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Wir kommen in der obersten Ecke, in der Bucht „Ensenada del Sardineiro“ (N42°55.5 W09°13.40) an und schmeißen den Anker. Thor, Hitch-Hike-Heidi und Men Goe sind schon da. Eine wunderschöne Bucht, genau wie in Schweden in den Schären. Wirklich, wieder. Das Foto sieht aus wie am Asunden, die Felsen, wie Hamburgsund. Tse. Wir ankern, und kochen und stärken uns. Uli kommt an Bord und bekakelt mit Stefan die Besonderheiten des Plotterdisplays. Währenddessen machen wir Funkrunde auf 1 Watt. HitchHikeHeidi lädt zum Fischessen ein. Wir kriegen eine Überfahrt von Uli spendiert, so brauchen wir die Banane nicht aufzuklappen. Dort drüben sammeln sich die Crews, es wird ein lustiger Abend. Auf dem Rückweg ist es stockdunkel und die Bucht ist voller Leuchtalgen. Jeder Ruderschlag mit dem Dingi hinterlässt eine Neonleuchtende Spur. Darüber Hunderttausend Sterne.

Over und out.

 

4 Antworten zu “Cabo Finisterre”

  1. GZi sagt:

    Und wo ist das Foto von den Leuchtalgen und den 100000 Sternen? Muss genial ausgesehen haben! Ich habe noch nie leuchtalgen gesehen und auch noch nie Glühwürmchen 🙁
    Dem Namen bzw. der Schreibweie der Bucht nach müsstet Ihr in Portugal sein?

  2. Smin sagt:

    @Gzi die Fotos von Leuchtalgen und Sternen klappt nicht. Vor Anker wackelt das Schiff und im Hafen der Schwimmsteg. Weiss nicht wie ich das machen soll.
    Nee ist noch Spain. Hab die Schreibweise aus der Seekarte. Irgendwie schreibt das jeder anders. 😉

  3. Marianne Poppe sagt:

    Na das sieht ja ganz schön kabbelig aus.
    Wie will Annika denn bei den Wellen Geige spielen?
    Vielleicht sollte ich die Noten vom Forellenquartett und der Wassermusik auch gleich mitschicken. Oder doch lieber die Petersburger Schlittenfahrt?

  4. Smin sagt:

    @Marianne Während der Fahrt werden Seemannslieder gesungen. Das allerhöchste ist Mundharmonika oder Kamm. 🙂

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