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Jul.′ 11 13

Der Wind pfeift. Es regnet oder nieselt. Nikola, Annika und MorMor kommen für einen Frühkaffee an Bord und machen sich dann auf den Fahrradweg nach Westen. Am Sonntag fährt Ihre Fähre von Calais nach Dover. Sie müssen noch ein paar Kilometer schaffen.

Wir bleiben hier und finden unsere Kielfischflagge in einem Schapp – Die wird sofort gesetzt. Der Regen wird weniger und wir versuchen den Ort zu erkunden. Der Deich ist leider im Weg. Treppe rauf, Tunnel runter… Es klappt. Wir finden einen Supermarkt, einen „Draußenmarkt“ und einen Flohmarkt. So wird gebummelt, es werden Postkarten geschrieben, wir bauen Netze im Schiff an. Das Netz in der Vorschiffskoje für die Geige wird fast fertig. Jetzt hat sie ihren Platz. Wir beäugen den restlichen Platz und stellen fest, dass das Cello noch immer leider zu groß ist zum Mitnehmen. Aber Julita hätte es sehr gerne dabei. Außerdem baut der Käpten Holzklötze aus Teak, die klebend an der Bordwand ein Netz in der Küche halten sollen. Dafür werden die Werkzeugbackkisten einmal komplett aus- und wieder eingeräumt. Was wir alles mithaben, staunenswert.

Beim Fischer kaufen wir geräucherte Makrele und Krabben zum Selberpulen.

Stefan und Julita sitzen hochkonzentriert im Cockpit und versuchen die Geheimnisse des Krabbenpulens zu ergründen. „Jetzt hab ichs. Du drehst hinter dem zweiten abdominalen Panzersegment und ziehst du den Schwanzpanzer von dem Körperfleisch. Dann hälst du an den Augen fest und ziehst den Körper aus dem Carapax!“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Nordseegarnele)

Dabei auf jedenfall ständig dieses Lied summen oder singen:

„.. und söbenhunnert Krabben inne Stünd mookst du nackich
dien söten Poten sind so flink und fien
bi di will ick ook ganz gern mol Krabbe sien!

Oh Karola, siet letzte Woch´ is dat um me gescheh´n
ick heb´ di inne Köök Krabbenpulen seh´n“
–>Torfrock! Is klar, oder?

Okay.. Jedenfalls klappt es irgendwie und der Plan, morgen noch mal Krabben zu kaufen, steht. Aber wieso überhaupt Krabbe, dat sind doch Garnelen, Krabben sind doch Krebse… – komplizert!

Abends gibt’s Makrele und zum Nachtisch Vanillefla. Diese holländische Spezialität – Vanillepudding mit Sahne- die alle Vorösterlichen Fastenzeiterfolge mit einem Schlag zunichte macht. Der Wind heult ums Schiff, heut machen wir mal wieder die Petroleumheizungslampe an. Over und aus.

 

6 Antworten zu “Fisch – Variations – Tag”

  1. GZi sagt:

    ja, Krabbenpuhlen ist ’ne „Weisheit“ für sich – mancher soll dabei angeblich schon verhungert sein (ich bin da Gott sei Dank recht flott drin) 😉
    Und ich staune, was so alles in Euer Schiff reingeht!

  2. Julia sagt:

    ich staune auch, was hier so reingeht. Und wo das alles verschwindet. Man sieht es an dem gemalten Wasserpass, der unter Wasser ist und sich nicht mehr sehen lässt..

  3. karen sagt:

    hallo ihr,
    ich habe gestern entdeckt, dass man eure tour verfolgen kann. macht spaß!
    und das mit dem krabbenpuhlen is glaub ich wie fahrradfahren (und so vieles andre im leben): man lernt es am besten als kind 🙂 und dann kann man´s auch „für immer“. viel spaß weiterhin!

  4. Smin sagt:

    @karen Die Sache mit dem pulen ist super. Ich glaube aber, das man mehr Kalorien beim pulen verbraucht, als man gepulte dadurch ißt. 🙁 – Doch lieber fahrradfahren. Ne – pulen ist super – Wir kaufen bald nachschub… 🙂

  5. karen sagt:

    @stefan:…dann möchte ich nicht deine krabbe sein, wenn du sie mit so viel kraft pulst (oder puhlst?) :-))
    aber lecker sind sie !! gibt´s sie in england eigentlich auch?
    und wohin soll eure reise eigentlich gehen?

  6. Smin sagt:

    @Karen Vereinzelt kommen da ein paar Matschkabben bei raus… Das stimmt. Aber die gepulten Krabben von Julita sind voll in Ordnung und schmecken auch nicht nach Motoröl.
    Wir fahren erstmal weiter nach Westen. 🙂

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